Europas Kulturerbe

2 PORTUGAL – MEDITERRANES FENSTER ZUM ATLANTIK (24.05.-04.06.2020)

Die Algarve bei Lagos
Die Algarve bei Lagos

Mediterrane Traditionen und Öffnung zum Atlantik – zwischen diesen beiden Polen bewegt sich die Geschichte Portugals. Aus seinen älteren Zeiten hat das sympathische Land zwischen Douro und Algarve mannigfache Zeugnisse seiner Verwurzelung in der Kultur der Iberischen Halbinsel bewahrt. Unsere Rundreise durch authentische Binnenstädte und eine herrliche Küstenlandschaft bringt beides zur Geltung: das ältere, historische Portugal und seine jüngere, spezifisch nationale Kultur seit dem Zeitalter der Entdeckungen, mit dem die kleine Seefahrernation eine neue Epoche der Weltgeschichte eingeleitet hat.

SONNTAG: Am Morgen Bustransfer von Münster aus (oder Eigenanreise) zum Flughafen Köln-Bonn (alternative Abflugorte auf Anfrage) und Flug nach Lissabon. Unser Reisebus holt uns ab und bringt uns – sofern der Flugplan unverändert bleibt – nach Mafra, wo wir die gigantische Königsresidenz von außen besichtigen. Im zauberhaften Städtchen Óbidos mischen wir uns beim Sonntagsspazier-gang unter die Einheimischen und sehen erstmals die für Portugal so charakteristische Kachelkunst. Unser gastfreundliches 4-Sterne-Hotel liegt noch etwas weiter im Norden, in Batalha, unmittelbar vor der grandiosen Klosterkirche. Gemeinsames Abendessen.

Alcobaça, Grabmal Pedros I.
Alcobaça, Grabmal Pedros I.

MONTAG: Zweihundert Jahre lang bauten portugiesische Königsfamilien an der Klosteranlage Batalha (UNESCO-Weltkulturerbe), deren Name („Schlacht“) an den Sieg eines portugiesischen Heeres gegen den übermächtigen kastilischen Nachbarn im Jahre 1385 erinnert. Zum ersten Mal begegnen uns hier Merkmale eines ausschließlich für Portugal charakteristischen Baustils: in der ‚Manuelinik’ (nach König Manuel I., †1521) vereinen sich späte Gotik, Renaissance und maritime Ornamentik zu einer für die große Zeit Portugals charakteristischen Baudekoration. In Alcobaça, unserem nächsten Ziel, liegt das Mosteiro de Santa Maria (UNESCO-Weltkulturerbe), mit der größten Zisterzienserkirche Europas. Sie beeindruckt mit den prachtvollen Flamboyant-Grablegen König Pedros I. und seiner Geliebten Inês de Castro. Weiterfahrt nach Porto und erste von drei Übernachtungen in einem zentral gelegenen 3-Sterne-Hotel. Gemeinsames Abendessen.

Porto, Portweinbarkassen auf dem Douro
Porto, Portweinbarkassen auf dem Douro

DIENSTAG: An der Mündung des Duero in den Atlantik liegt Porto – eine ideale Lage für die Verknüpfung von Binnen- und Seehan-del. Ein gemächlicher Stadtspaziergang, zu dem neben der Kathe-drale auch die Kirche Santa Clara mit die Sprache verschlagender ‚Talha-dourada’-Ornamentik und der kachelgeschmückte Bahnhof gehören, erschließt uns das Wesen der alten Rivalin Lissabons (UNESCO-Weltkulturerbe). Nicht nur der Nation, sondern auch seinem berühmtesten Wein hat Porto seinen Namen verliehen – Grund genug, sich am Nachmittag auf einem Spaziergang am pittoresken Südufer des Douro die Wege des Weinexports ins nördliche Europa bewußt zu machen.

MITTWOCH: Nördlich von Porto suchen wir heute eine einsam und malerisch gelegene Siedlung der Iberer auf, die die vorrömische Kultur des Landes illustriert. Unweit entfernt liegt Guimarães (UNESCO-Weltkulturerbe): nicht zufällig ist die mittelalterliche erste Hauptstadt Portugals eine besondere Touristenattraktion, hat sie doch in ihrer Burg und in den verwinkelten Gassen ihres Zentrums noch ihren ursprünglichem Charakter vollständig bewahrt.

Am Douro: Weingut Quinta do Tedo
Am Douro: Weingut Quinta do Tedo

DONNERSTAG: Haben wir in Porto den geschäftigen Ort der Vermarktung des Portweines kennengelernt, so liegt das bekannteste Anbaugebiet portugiesischer Weine im Hinterland Portos: in einer großartigen, vom Duoro durchströmten trockenen Hügellandschaft kehren wir in einer Quinta ein und informieren uns aus erster Hand über eines der Haupterzeugnisse des Landes. Weiterfahrt nach Coimbra, gemeinsames Abendessen und erste von zwei Übernachtungen in einem großzügigen 4-Sterne-Hotel.

Bewegend: Fado ao Centro (Coimbra)
Bewegend: Fado ao Centro (Coimbra)

FREITAG: Nach dem atlantisch-weitläufigen Porto sehen wir heute das mediterran-orientalische Coimbra: genau diese Spannweite kennzeichnet auch Portugal insgesamt. Nerv der Stadt ist die Universität (UNESCO-Weltkulturerbe), die älteste des Landes. Hier und in den örtlichen Kirchen treffen wir wieder auf manuelini-sche Steinmetzkunst und barocke Großartigkeit. Wenn Sie möchten, können Sie heute abend mitfühlen, wie sich portugiesi-sche Lebensstimmung anhört, melancholisch gesungen und ge-spielt im Fado, der in Coimbra eine besondere Tradition genießt.

Tomar, Manuelinisches Fenster
Tomar, Manuelinisches Fenster

SAMSTAG: Von einer schönen Stadt zur nächsten: Auf dem Weg nach Évora legen wir in Tomar (UNESCO-Weltkulturerbe) einen Halt ein und besuchen den Hauptbau des Christusritterordens, des zeitweilig reichsten Ordens des Abendlandes, der durch seinen herausragenden manuelinischen Schmuck berühmt ist. Ebenfalls auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes steht Évora, ein Kleinod unter den Städten Portugals. Im Stadtbild identifizieren wir Spuren von der Römerzeit bis in die Gegenwart. Unterkunft und gemeinsames Abendessen in einem 4-Sterne-Hotel.

 

SONNTAG: Felsformationen und Sandstrände zeichnen die Algarve aus – eine der schönsten Küsten Europas. Unser Besuch ist nur als Stippvisite gedacht, auf der wir heute einen landschaftlichen Höhepunkt in Augenschein nehmen: das Cabo de São Vicente, das brandungsumtoste Südwestende Europas. Übernachtung und gemeinsames Abendessen in der Küstenstadt Lagos, von wo aus einst Heinrich der Seefahrer seine Schiffe auf Entdeckungsreise schickte.

 

MONTAG: Auf dem Weg in die Hauptstadt Portugals halten wir in der schmucken Algarvekleinstadt Loulé. Die Einfahrt nach Lissabon über die Tajobrücke ist ein Schauspiel für sich; die Stadt werden wir von einem exzellent gelegenen und geführten 3-Sterne-Hotel aus erkunden, in dem wir dreimal übernachten. Heute nehmen wir das Abendessen gemeinsam ein.

Lissabon, Blick auf das Castelo de São Jorge
Lissabon, Blick auf das Castelo de São Jorge

DIENSTAG: Wohl keine andere Hauptstadt der Welt besitzt so zahlreiche natürliche Aussichtspunkte wie Lissabon. Nahe unserem Hotel liegt der ‚Miradouro‘ de Santa Justa. Und von der entgegengesetzten Seite, vom Castelo de São Jorge, genießen wir ebenfalls einen unvergeßlichen Panoramablick über die Stadt an der Tejomündung. Unterhalb des Kastells sehen wir das Viertel Alfama, das als einziger Teil Lissabons vom zerstörerischsten Erdbeben Europas (1755) kaum betroffen war. Dem danach planmäßig errichteten neueren Lissabon widmen wir uns am Nachmittag, mit Gelegenheit zum Besuch des beeindruckenden Azulejo-Museums.

Lissabon, Elevador da Bica
Lissabon, Elevador da Bica

MITTWOCH: Einen eigenen Halbtagesausflug wert ist das 7 km westlich der Stadt gelegene Viertel Belém (von ‚Bethlehem’). Schon das hiesige Hieronymitenkloster ist eine Augenweide. Die Torre de Belém (ein in den Tajo gebauter Festungsturm) und das Entdeckerdenkmal sind Symbole portugiesischer Identität. Zeit für individuelle Entdeckungen haben Sie am Nachmittag, wobei Sie auch an einem Besuch des berühmten Museo de Arte Antigua teilnehmen können. Beim gemein-samen Abendessen tauschen wir unsere Eindrücke der vergangenen elf Tage aus.

DONNERSTAG: In Ruhe frühstücken und letzte Besorgungen erledigen – dann geht um die Mittagszeit der Rückflug nach Köln-Bonn (auf Anfrage andere Rückflugorte). Ein Bus bringt uns zurück nach Münster.

 

Details

Flug z.B. Köln/Bonn – Lissabon, 11 Übernachtungen mit Frühstück in Batalha (1), Porto (3), Coimbra (2), Évora (1), Lagos (1) und Lissabon (3), 7 Abendessen, Bustransfers zum/vom Flughafen sowie in Portugal, Besichtigungsprogramm mit Eintritten, Sicherungsschein

 

Preis

2150 Euro/Person im Doppelzimmer, Einzelzimmerzuschlag 440 Euro

 

Hier finden Sie eine kleine animierte Bildergalerie dieser Reise, die vom 15. bis 26.09.2013 mit 23 und vom 14.-23.09.2014 mit 19 Teilnehmern durchgeführt wurde. Wenn Sie in der Bedienungsleiste unten rechts auf das Rechteck mit schrägem Pfeil klicken, erscheinen die Bilder im Vollbildmodus (mit ESC-Taste beenden).