Europas Kulturerbe

Reise 4: VOM UNTERGANG ROMS ZUM AUFGANG ITALIENS: FRIAUL, RAVENNA, EMILIA, PIEMONT (11.-18.09.2023)

Ravenna, S. Vitale, Kaiser Justinian
Ravenna, S. Vitale, Kaiser Justinian

Das Römische Reich ist vom Norden her untergegangen, das Italien des Mittelalters vom Norden aus geformt worden und der italienische Staat im Norden des Landes entstanden: diese Zusammenhänge werden hier in eine Reise umgesetzt. Sie führt in annäherend chronologischem Ablauf zu den herausragenden Stätten der einzelnen Epochen: in das Friaul und das Ravenna der ausgehenden Antike, nach Ferrara und Mantua mit ihren typisch italienischen Stadtbildern aus Mittelalter und Renaissance, schließlich nach Piemont, von wo im 19. Jahrhundert die ‚Wiederauferstehung’ Italiens – der ‚Risorgimento’ – seinen Ausgang nahm. So fügen sich auf dieser Reise Geschichte und Gegenwart zu einem Panorama der Kultur und Lebensart Italiens.

Cividale del Friuli am Natisone
Cividale del Friuli am Natisone

MONTAG: Zeitige Abfahrt aus Münster zum Flughafen Düsseldorf, wo wir am späten Vormittag nach Venedig fliegen (nach Absprache eventuell auch andere Flugverbindung möglich). Weiterfahrt nach Cividale del Friuli. Als Forum Iulii eine Gründung Cäsars, liegt das sympathische Städtchen malerisch am Fluß Natisone. Es birgt die bedeutendsten Zeugnisse aus der Langobardenzeit in ganz Italien, unter anderem den ‚tempietto longobardo’ mit einem großartigen Skulpturenensemble. Gemeinsames Abendessen und erste von zwei Übernachtungen in unserem 3-Sterne-Hotel. 

DIENSTAG: Wir brechen nach Aquileja auf. In römischer Zeit eine der größten Städte Europas, schrumpfte Aquileja in der Völkerwanderung zu einer Kleinstadt, die jedoch die prachtvollste römische und frühchristliche Überlieferung Norditaliens aufweist. Wir besichtigen den Dom mit dem größten frühchristlichen Mosaik der gesamten Antike sowie weitere herausragende römische Überreste. In Grado an der Adriaküste ist die frühchristliche Basilika Sant’Eufemia unser Ziel. Rückkehr nach Cividale.

Straßenmarkt in Ferrara
Straßenmarkt in Ferrara

MITTWOCH: Am Vormittag Überfahrt nach Ferrara, wo wir heute und an den beiden nächsten Tagen in einem schönen Stadthotel nächtigen. Ferrara ist eine wunderschöne, verkehrsberuhigte und doch lebendige Studenten- und Fahrradstadt in der Emilia Romagna. Glanzvolle Hinterlassenschaften der Fürstenfamilie Este illustrieren den Übergang vom Mittelalter zur Renaissance. In einem typischen Lokal nehmen wir gemeinsam das Abendessen ein.

Ravenna, S. Apollinare Nuovo (6. Jh.), Gaben der drei Weisen
Ravenna, S. Apollinare Nuovo (6. Jh.), Gaben der drei Weisen

DONNERSTAG: Auf einem Tagesausflug erkunden wir Ravenna, die Hauptstadt des ersten – ostgotischen – Germanenreiches im Imperium Romanum. Vor allem ist Ravenna berühmt für seine herrlichen spätantiken Mosaiken, die die Spannung zwischen dem Ende des antiken Rom und dem Beginn der christlich-mittelalterlichen Epoche vermitteln. Am Grab von Dante Alighieri, dem größten Dichter Italiens, machen wir uns seine Bedeutung für die italienische Kultur bewußt.

FREITAG: Ein weiterer Tagesausflug führt uns nach Mantua. Die Stadt liegt traumhaft an drei Seen. Unser Besichtigungsziel ist in ihrem Zentrum der grandiose Palast der Fürstenfamilie Gonzaga mit seinen berühmten Fresken des Renaissancemalers Andrea Mantegna.

SAMSTAG: In Strecke und Zeit fahren wir fort und erschließen uns auf diese Weise Italiens Geographie und Geschichte: vorbei geht es an Busseto, dem Geburts- und Wohnort Verdis. Zwar ist sein Wohnhaus wegen Erbstreitigkeiten jüngst für Besichtigungen geschlossen worden, doch vergegenwärtigen wir uns im Bus sein Leben und seine Musik. Am Abend erreichen wir Turin, wo wir zweimal in einem zentral gelegenen Hotel übernachten und heute und morgen gemeinsam zu Abend essen.

Turiner Grabtuch (Ausschnitt)
Turiner Grabtuch (Ausschnitt)

SONNTAG: Am Fuß der Alpen und am Oberlauf des Po liegt Turin, die alte Hauptstadt des Königreichs Savoyen, von wo die Einigung Italiens im 19. Jahrhundert ausging – ähnlich wie von Preußen aus die Einigung Deutschlands. Überhaupt ist die Hauptstadt Piemonts in ihrer Geschichte und ihren Bauten gut mit Berlin vergleichbar. Der ruhige Sonntag bietet eine willkommene Gelegenheit, die schmucke barocke Innenstadt mit ihrer in ganz Italien bekannten Kaffeehauskultur zu erkunden. Natürlich unterrichten wir uns auch über den Stand der Erforschung des berühmten Turiner Grabtuches.

MONTAG: Am Morgen verlassen wir Turin. Da unser Flug von Mailand aus erst am Nachmittag geht, haben wir noch Zeit, ein schönes Ausflugsziel in der Lombardei anzusteuern. Ankunft in Düsseldorf (nach Absprache eventuell auch anderer Zielflughafen möglich) am frühen Abend. Weiterfahrt nach Münster.

Details

Flug Düsseldorf - Venedig und Mailand - Düsseldorf, 7 Übernachtungen mit Frühstück in Cividale (2), Ferrara (3) und Turin (2), 4 Abendessen, Transfers zum/vom Flughafen sowie in Italien, Besichtigungsprogramm mit Eintritten, Sicherungsschein

 

Preis

1790 Euro/Person im Doppelzimmer, Einzelzimmerzuschlag 290 Euro

 

Diese Reise wurde als Busreise vom 17. bis 26.04.2005, vom 02. bis 10.06.2007 und vom 24.04. bis 03.05.2014 durchgeführt.