Europas Kulturerbe

Reise 2: FRANKREICH VOM FEINSTEN – CHAMPAGNE, LYONNAIS, AUVERGNE, LOTHRINGEN (03.-12. Mai 2023, mit Besuch eines Michelin-Stern-Restaurants)

Nancy, Musée Emile Gallé, Jugendstilfenster
Nancy, Musée Emile Gallé, Jugendstilfenster

Landschaftlich verwurzelt und höfisch verfeinert – das ist französische Lebensart. In Regionen, die als einzelne wenig besucht werden, aber jede für sich Herausragendes zur Kultur Frankreichs beitragen, erkunden wir die Spannung von Natur und Kultur, Einfachheit und Stil. Von der Champagne, deren Renaissance-Skulpturen von ebenso erlesenem Geschmack zeugen wie der hier kreierte Perlwein, fahren wir über Lyon, die antike Hauptstadt Galliens und Metropole französischer Kochkunst, bis in verwunschene, mit rustikaler Romanik geschmückte Dörfer der Auvergne und beschließen die Reise auf der Place Stanislas des lothringischen Nancy, einer der schönsten Platzanlagen Europas.

Fachwerkhäuser am Markt von Troyes
Fachwerkhäuser am Markt von Troyes

MITTWOCH: Am frühen Morgen brechen wir in unserem komfortablen Reisebus von Münster auf. Unterwegs auf einer Reise, die klassische Frankreichmotive in kulturtouristisch weniger bekannten Regionen des Landes aufsucht, hören wir von den Besonderheiten unserer Reiseziele, aber auch von aktuellen Problemen unseres großen westlichen Nachbarn. In der Champagne angekommen, besuchen wir am Nachmittag eine von etlichen regionstypischen Fachwerk-Dorfkirchen – Vorgeschmack auf unser erstes Reiseziel Troyes, eine der schönsten Fachwerkstädte Frankreichs. Nach dem Bezug unseres Stadthotels (2 Übernachtungen) beschließen wir den Tag mit einem kleinen Spaziergang und einem feinen Abendessen.

Meister von Chaource, Grablegung
Meister von Chaource, Grablegung

DONNERSTAG: Ebenfalls berühmt ist die Champagne für ihren reichen Bestand an Renaissance-Skulpturen. Einige herausragende Beispiele entdecken wir in Saint-Pantaléon und anderen Kirchen der Innenstadt; weitere lebensgroße und lebensnahe Werke etwa des Meisters von Chaource finden wir in der Umgebung von Troyes. Den vom Regionsnamen übernommenen feinen Tropfen lassen wir am Nachmittag bei einem Kellereibesuch auf der Zunge perlen und erfahren dabei einiges über das Raffinement französischer Lebensart.

Brou, Klosterkirche
Brou, Klosterkirche

FREITAG: Auf dem Weg nach Süden steuern wir unser nächstes Ziel an, eines der bedeutendsten Skulpturen-ensembles Frankreichs: das Kloster Brou nördlich von Lyon. Die gigantische Anlage und die Renaissance-Grabmäler ihrer Stifter Margarete und Philibert beeindrucken jeden Besucher – mehr als ein Innehalten vor unserem Tagesziel Lyon, der ersten – gallo-römischen – Hauptstadt des späteren Frankreich. Kostbare Hinterlassenschaften des römischen Lugdunum sehen wir im Gallorömischen Museum auf dem Hügel Fourvière, der am Spätnachmittag zugleich einen großartigen Ausblick auf die drittgrößte Stadt Frankreichs gewährt. Wir beziehen unser zentral gelegenes 3-Sterne-Hotel für drei Übernachtungen und lassen uns beim gemeinsamen Abendessen von der landesweit gerühmten Lyonnaiser Küche verwöhnen.

Lyon-Collonges-au-Mont-d'Or, Restaurant Bocuse
Lyon-Collonges-au-Mont-d'Or, Restaurant Bocuse

SAMSTAG: ‚Le vieux Lyon‘, die Altstadt, ist ein Erlebnis für sich: nirgendwo in Frankreich gehen Renaissance-Bauten und urfranzösischer Flair eine so farbenfrohe, enge Gemeinschaft ein. Mit Muße erkunden wir die Gassen und Querverbindungen (traboules) von Lyons schönstem Viertel (UNESCO-Welterbe). Am Nachmittag haben Sie Zeit zu Ihrer freien Verfügung. Und wer möchte, kann am Abend im Restaurant des 2018 verstorbenen Altmeisters der Lyonnaiser Küche, Paul Bocuse, einkehren (Preise, Weg und Reservierungsmöglichkeit bitte rechtzeitig bei uns erfragen).

SONNTAG: Am heutigen Sonntagvormittag besuchen wir das Musée des Beaux-Arts in Lyon, den ‚Kleinen Louvre‘ Frankreichs. Für den Nachmittag ist ein Ausflug zum eindrucksvollen römischen Aquädukt von Giers nahe Lyon vorgesehen.

Issoire, Sainte-Austremoine, Kapitell
Issoire, Sainte-Austremoine, Kapitell

MONTAG: Nach dem geruhsamen Sonntag haben wir uns für heute einiges vorgenommen. Aus der Rhônemetropole geht es nun in das urige ländliche Frankreich, die ‚douce France‘ (Charles Trenet). Ländlich, vulkanisch, romanisch – das sind die Attribute der Auvergne. Zur Einstimmung biegen wir von der Schnellstraße aus Lyon nach links ab und erreichen das 1000-Seelen-Dorf Montfaucon-en-Velay: In der Kirche Notre-Dame erwartet die staunenden Besucher ein Zyklus hochklassiger flämischer Landschaftsmalerei, deren Inhalt und Herkunftsweg gleichermaßen reich ist an Geschichten. Im grünen Hügelland der Auvergne folgen wir weiter den Spuren der Romanik: La-Chaise-Dieu (‘Der Sitz Gottes’) und  Issoire vereinen Schätze romanischer Baukunst mit dem Zauber französischer Ländlichkeit. Am frühen Abend erscheinen die Vulkankegel des Zentralmassivs am Horizont: wir haben den Kurort Mont-Dore erreicht. Gemeinsames Abendessen und erste von drei Übernachtungen in einem schönen 3-Sterne-Haus.

DIENSTAG: Ein regelmäßig verkehrender Spezialzug bringt uns auf den Gipfel des Puy-de-Dôme – ein Erlebnis eigener Art, das Panoramablicke über die Kette der Vulkankrater verspricht. Neben der Aussicht die Einsicht, daß die Römer mit ihrem Bau des Merkurtempels in 1465 Meter Höhe auch diesen markanten Landschaftspunkt bereits mit Beschlag belegt hatten. Am Nachmittag gelangen wir über Clermont-Ferrand, die Hauptstadt der Auvergne, in den kleinen Nachbarort Pont-du-Château, der ein mit einem Michelin-Stern ausgezeichnetes Restaurant beherbergt: Hier lassen wir uns nieder, um ein Abendessen vom Feinsten zu genießen. 

 

 

 

MITTWOCH: Orcival, Saint-Nectaire, Saint-Saturnin – Romanik vom Feinsten (UNESCO-Welterbe) in ver-wunschenen Dörfern der Auvergne, charakteristisch für die ‚France profonde‘, das ländlich wurzelnde Frankreich.

Nancy, Place Stanislas, Ostseite
Nancy, Place Stanislas, Ostseite

DONNERSTAG: Von der Auvergne durch Burgund nach Lothringen – damit haben wir den Großteil des Rückweges bereits heute zurückgelegt, jedoch mit der Vorfreude auf ein großartiges Platzerlebnis, das uns am Tagesziel Nancy erwartet: die Place Stanislas, eine barocke Anlage vom Feinsten, ist das Kleinod Nancys (UNESCO-Welterbe). Mit einem erlesenen Dîner beschließen wir den letzten Abend unserer Reise.

FREITAG: Außer für die Place Stanislas ist Nancy auch für einen nach der Stadt benannten Zweig des Jugendstils bekannt, für den wir vor Ort schöne Beispiele sehen. Um die Mittagszeit Rückfahrt in Richtung Münster und Ankunft dort am frühen Abend.

 

Details

Komfort-Busreise ab/bis Münster, 9 Übernachtungen mit Frühstück in Troyes (2), Lyon (3), Mont-Dore (3) und Nancy (1), 6 Abendessen (einmal in einem Michelin-1-Stern-Restaurant) , Besichtigungspro-gramm mit Eintritten,  Sicherungsschein

 

Preis

2120 Euro im Doppelzimmer, Einzelzimmer-Zuschlag 420 Euro